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Diakonievorstand: „Pflegebetrug ist offenbar ‚Privatsache’“ Diakonievorstand: „Pflegebetrug ist offenbar ‚Privatsache’“

Diakonievorstand: „Pflegebetrug ist offenbar ‚Privatsache’“ Nachdem der Berliner Sozial- und Gesundheitssenator Mario Czaja gestern im Sozialausschuss des Abgeordnetenhauses erklärt hat, dass die große Mehrheit der unter Pflegebetrugverdacht stehenden Pflegeanbieter private Unternehmen sind, fordert Diakonievorstand Martin Matz, die Vorzüge der gemeinnützigen Sozialwirtschaft wieder stärker herauszustellen. mehr…

Diakonievorstand Martin Matz: „Auch Pflegende verdienen mehr Geld“ Diakonievorstand Martin Matz: „Auch Pflegende verdienen mehr Geld“

Diakonievorstand Martin Matz: „Auch Pflegende verdienen mehr Geld“ Anlässlich der heute erzielten Einigung im Baugewerbe über die Ost-West-Angleichung des Branchen-Mindestlohns bis 2017 auf 11,30 Euro die Stunde fordert das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (DWBO) eine Anhebung des Pflegemindestlohns auf einheitlich 10 Euro. mehr…

Diakonie am equal pay day: „Die Politik sollte auf die Pflegenden hören“ Diakonie am equal pay day: „Die Politik sollte auf die Pflegenden hören“

Diakonie am equal pay day: „Die Politik sollte auf die Pflegenden hören“ Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (DWBO) hat heute zum equal pay day seine Forderungen für mehr Wertschätzung des Pflegeberufs vorgestellt. Rund 80 Mitarbeitende aus der Pflege und Schülerinnen und Schüler aus Pflegefachschulen tanzten und sangen bei Schnee und Kälte vor dem Deutschen Bundestag: „We work hard for the money“. mehr…

Diakonie fordert: Mehr Geld für die Pflege! Diakonie fordert: Mehr Geld für die Pflege!

Diakonie fordert: Mehr Geld für die Pflege! Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (DWBO) setzt sich für eine bessere Wertschätzung des Altenpflegeberufs ein. Pünktlich zum equal pay day am 21. März 2013 richtet das DWBO seine Forderungen an die Landes- und Bundespolitik. mehr…

Job- und Karrieremesse „Gesundheit als Beruf“ - Hohes Interesse an der Diakonie-Pflege Reinickendorf gGmbH Job- und Karrieremesse „Gesundheit als Beruf“ - Hohes Interesse an der Diakonie-Pflege Reinickendorf gGmbH

Job- und Karrieremesse „Gesundheit als Beruf“ - Hohes Interesse an der Diakonie-Pflege Reinickendorf gGmbH Die Besucherinnen und Besucher der Job- und Karrieremesse „Gesundheit als Beruf“ zeigten hohes Interesse an den Angeboten der Diakonie-Pflege Reinickendorf gGmbH. Das Unternehmen trat auf der Messe unter dem Motto „Ihr Arbeitgeber Diakonie - Eine gute Alternative“ am 15. und 16. März 2013 in der Urania in Berlin auf. mehr…

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Prophylaxen (Vorsorge)

Viele altersbedingte körperliche Leiden können durch fachgerechte Vorsorgemaßnahmen verzögert und Vorsorgegelindert werden. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Betroffenen, seinen Angehörigen und Experten ist unabdingbar.

Im Folgenden finden Sie wertvolle Tipps zur Prophylaxe von Gelenkversteifung und Muskelschwund, Thrombose, Lungenentzündung, Mundpilz und Entzündung der Ohrspeicheldrüse.


Gelenkversteifung und Muskelschwund - Spitzfuß (Kontraktur des Fußgelenks)

  • Legen Sie ein nicht zu weiches, aber elastisches Kissen an das Fußende, auf dem die Fußsohlen fast rechwinklig zum Unterschenkel aufliegen.
  • Hängen Sie die Bettdecke über das Fußende, sodass sie weder Fußrücken noch Zehenkuppen berührt.
  • Ziehen Sie dem Betroffenen tagsüber im Bett knöchelhohe Turnschuhe an (nur bei Gefahr extremer, irreversibler Fehlhaltungsschäden).
  • Bewegen Sie drei Mal täglich alle Gelenke. Dazu sollten Sie die Gelenke, z.B. nach dem Waschen vorsichtig pressen, drehen, wenden, strecken und beugen. Dabei wird das betreffende Gelenk mit der Handfläche unterstützt. Dies sollten Sie sich unter krankengymnastischer Anleitung zeigen lassen.


Isometrische Übungen gegen Muskelschwund
Wundversorgung1

Liegt der Mensch über lange Zeit unbeweglich im Bett, kann es zu Muskelschwund (Inaktivitätsatrophie) kommen, was zu einer weiteren Schwäche, Entkräftung und Hilflosigkeit führt. Das lässt sich mit isometrischen Übungen verhindern. Die kann die oder der Kranke aber nur selbst machen, d.h., er muss geistig-körperlich in der Lage sein, Ihre Anweisungen umzusetzen. Isometrisches Muskeltraining hat den großen Vorteil, dass es ohne Herz-Kreislauf-Belastung durchgeführt werden kann. Dabei werden einzelne Muskelpartien - ohne Bewegung und ohne Pressatmung - für ca. drei Sekunden angespannt, danach für ca. acht Sekunden entspannt. Pro Muskelpartie im Wechsel über etwa zwei Minuten.


Thrombose-Gefahr

Die Gefahr einer Thrombose - Verstopfung eines Gefäßes durch einen Blutpfropf - besteht vor allem bei lang dauernder Bettlägerigkeit, vor allem im Bereich der Beine. So können Sie vorbeugen:Vorsorgemaßnahmen1

  • Wenn möglich, sollten Sie dem geschwächten Menschen Bewegung verschaffen.
  • Atem-, Fuß und Beingymnastik sind günstig.
  • Sehr wirkungsvoll sind orthopädisch angepasste Stützstrümpfe, die möglichst vor dem Aufstehen, schon im Bett, absolut faltenfrei angezogen werden sollten.
  • Auch Wechselbäder, Einreibung und Hochlagern der Beine fördern die Durchblutung.

Art und Intensität der prophylaktischen Maßnahmen sollten vom behandelnden Arzt verordnet werden.


Lungenentzündung

Weil der pflegebedürftige Mensch möglicherweise zu flach atmet und zu wenig Sekret abhustet, kann es bei lang andauernder Bettlägerigkeit zur so genannten Bettlungenentzündung kommen. Vorbeugende Maßnahmen können dies verhindern:

  • Tägliches Atemtraining, z.B. mit einem Atemtrainer oder indem Sie Ihren Angehörigen mehrmals täglich auffordern, tief ein- und auszuatmen,
  • Regelmäßiges Aufsetzen auf die Bettkante, Stehen, gehen, soweit das möglich ist,
  • So oft wie möglich aufrechtes Sitzen im Bett, verbunden mit der Aufforderung zur Tiefatmung und zu kräftigem Abhusten,
  • Gute Luftbefeuchtung sowie häufiges Durchlüften des Zimmers (kein Durchzug),
  • Reichliche Flüssigkeitszufuhr,
  • Vitaminreiche Ernährung,
  • Sorgfältige Mundpflege


Mundpilz

Der Mundpliz (Soor) tritt häufig auf, wenn Antibiotika verabreicht werden. Er entsteht auch sehr leicht bei Diabetes mellitus, Leukämien und Krebserkrankungen. Zu den wesentlichen Vorbeugemaßnahmen zählen:

  • Reichlich trinken,Ernährung_Saft
  • Vitaminreiche Ernährung,
  • Gründliche Mundhygiene,
  • Erhaltung einer gesunden Darmflora

Weißliche, nicht abwaschbare Beläge im Mund und auf der Zunge sind erste Anzeichen von Soor. Sie sollten in diesem Fall sofort den Arzt informieren, damit so schnell wie möglich eine medikamentöse Therapie eingeleitet wird.


Entzündung der Ohrspeicheldrüse

Die Entzündung der Ohrspeicheldrüse ist ein Zeichen von krankheitsbedingter Unterernährung und einer oftmals damit verbundenen Abwehrschwäche. Wenn die oder der Betroffene nur wenig essen mag, bildet er zu wenig Speichel, möglicherweise kaut er auch zu wenig, weil der vielleicht hauptsächlich Breinahrung zu sich nimmt. Sie sollten den geschwächten, bettlägerigen Menschen zum Kauen animieren. Finden Sie heraus, was er gern mag: Trockenfrüchte, Fruchtgummi, körniges Brot und Zwieback fördern gründliches Kauen und damit auch die Speichelbildung. Eine gründliche Mundhygiene ist unabdingbar. Bei Fieber, wenn das Ohr schmerzt oder eine Schwellung des Ohrläppchens zu sehen ist, sollten Sie sofort den behandelnden Arzt hinzuziehen.

 

                                                                                                                        Fotos: Fotolia/Yuri Arcurs
                                                                                                                                   Pixelio/Joujou
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