Berliner Diakonie-Stationen unterstützen Aktionsbündnis Ambulante Palliativpflege
Gestern Nachmittag trat das Aktionsbündnis gemeinsam vor die Presse um seine Anliegen gegenüber der Öffentlichkeit zu benennen.
Im Berliner Aktionsbündnis Ambulante Palliativpflege (BAAP) haben sich Berliner Pflegedienste zusammengeschlossen, um gemeinsam dafür zu kämpfen, die häusliche pflegerische Versorgung schwerstkranker Patienten in Berlin zu retten.
Hintergrund für dieses Vorgehen ist der Umstand, dass
die spezialisierte ambulante Palliativversorgungs-Pflege (SAPV-Pflege) in Berlin akut vom Zusammenbruch bedroht ist. Die
Vergütungssätze sind derartig gering ausgefallen, dass alle Unternehmen je
Patient ca. 1.500 Euro an Zuzahlungen leisten müssen. Dieser Umstand hat zu
dramatischen Verlusten geführt, die bislang seitens der Kassen durch in Aussicht
gestellte rückwirkende Erhöhungen der Vergütungssätze aufgefangen werden
sollten. Leider hat sich in den vergangenen drei Monaten immer deutlicher
gezeigt, dass die Kassen lediglich eine Hinhaltetaktik fahren, statt
substantielle Verhandlungen zu führen.
Berlin ist bis heute das einzige
Bundesland, in dem die Leistungserbringer der Pflege keine Verträge mit den
Kostenträgern haben. Lediglich eine fragwürdige und umständliche
Umwegekonstruktion (Vertragspartner sind die Ärzte von HomeCare!) liegt der
heutigen Versorgungsstruktur zugrunde. Daraus ergeben sich für die
Pflegedienste gravierende zusätzliche rechtliche, beispielsweise
haftungsrechtliche, Risiken.
Auf www.aktionsbuendnis-pflege.net können Sie sich als Unterstützer zu erkennen geben. Auch via Twitter und Facebook können Sie unterzeichnen oder unsere Webseite weiterempfehlen. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung.
Hier finden Sie die Pressemeldung und weitere Hintergrundinformationen.
Hier die Meldung vom Tagesspiegel.

