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Diakonie-Station Gesundbrunnen-Wedding lädt ein Die Diakonie-Station Gesundbrunnen-Wedding lädt ein zum Tag der offenen Tür am Freitag, dem 11. Mai ab 15:00 Uhr in den neuen Räumen in der Iranischen Str. 6a in 13347 Berlin. mehr…

 
 
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Häusliche Pflege mit dem Rücken an der Wand: 1.000 Demonstranten vor dem AOK-Gebäude

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Die AOK blockiert die angemessene Vergütung für die häusliche Krankenpflege in Berlin. Dagegen haben am 6. September über 1.000 Leute vor dem AOK-Gebäude in Berlin-Kreuzberg demonstriert.

Die AOK Nordost verweigert den Pflegediensten in Berlin nicht nur die notwendige Anhebung der Vergütungen für die häusliche Krankenpflege auf das Niveau von 2011. Jetzt sollen nach dem Willen der AOK sogar Preise reduziert werden.

Die Vergütungen sind seit 2007 eingefroren. Berücksichtigt man die Preisentwicklung, entspricht dies einer Absenkung der Pflegevergütungen um 9 Prozent. Da der überwiegende Teil  der Pflegebedürftigen bei der AOK versichert sind, geraten die Berliner Pflegedienste in die Verlustzone. Das hat Auswirkungen auf die Gehälter der Pflegefachkräfte und so verschärft die AOK den Pflegefachkräftemangel zum Nachteil der Pflegebedürftigen.

Pressegespräch und Demonstration
Am 6.9.2011 hatte die Arbeitsgemeinschaft der privaten und gemeinnützigen Träger zu einem Pressegespräch eingeladen. Die Sprecher der AAP, Hans-Joachim Wasel (Wohlfahrtsverbände) und Frank Twardowsky (private Verbände) sowie Praxisvertreter legten die Situation dar. Im Anschluss fand eine Demonstration von Pflegekräften vor dem Gebäude der AOK, Wilhelmstraße 1, 10963 Berlin statt.


Hintergrundinformation:
Ca. 19.400 Pflegekräfte in ca. 550 gemeinnützigen und privaten Pflegediensten versorgen Tag für Tag ca. 75.000 pflegebedürftige und kranke Menschen in Berlin. 90 Prozent der Pflegekräfte arbeiten bei Trägern der Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, DRK, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Diakonisches Werk und der Jüdischen Gemeinde) sowie der privaten Pflegeverbände (AGH, AVG, ABVP, BPA und VIB). Die Erhöhung der Entgelte für Pflegeleistungen ist dringend notwendig und wurde von den anderen Kranken- und Pflegekassen bereits vollzogen. Die AOK will jetzt ein neues Vergütungssystem einführen, das in weiten Bereichen der Pflegeleistungen eine Absenkung der Pflegevergütungen von drei bis 33 Prozent zur Folge hätte. Alle bisherigen Verhandlungen sind gescheitert. Die Wohlfahrtsverbände und private Pflegeverbände haben der AOK eine Schiedsperson vorgeschlagen. Dies wird von der AOK abgelehnt. Damit wird die Arbeit in den Pflegediensten weiter unter Wert vergütet. Immer mehr Menschen benötigen häusliche Krankenpflege und werden pflegebedürftig. Der Mangel an Pflegefachkräften hat bereits besorgniserregende Ausmaße angenommen hat. Es entsteht ein immer höherer Arbeitsdruck auf die Pflegekräfte, mehr Leistungen in der vorgegebenen Zeit zu schaffen. Bereits heute können Pflegeaufträge wegen Personalmangel nicht erfüllt werden.

Die tarifgebundenen Träger der ambulanten Pflege haben notwendige Gehaltserhöhungen in ihren Tarifwerken für 2011 und 2012 vorgesehen. Sie geraten ohne Refinanzierung in eine bedrohliche finanzielle Schieflage. Die nicht tarifgebundenen Träger benötigen ebenso eine Steigerung der Leistungsentgelte um eine entsprechende Anpassung vorzunehmen.

Hier finden Sie Informationen über die Arbeitsqualität aus Sicht von Altenpfleger/innen als PDF-Datei zum Herunterladen.

Hier finden Sie Informationen der Arbeitsgemeinschaft Ambulante Pflege (AAP) über die Vergütung der AOK in der häuslichen Krankenpflege als PDF-Datei zum Herunterladen.

Hier finden Sie Informationen des Deutschen Berufsverbandes für Pflege (DBfK) über die Vergütung der AOK in der häuslichen Krankenpflege als PDF-Datei zum Herunterladen.

 

Weitere Informationen: Hans-Joachim Wasel - Telefon: (030) 666 33 - 1260

Anschrift: AAP c/o Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V., Residenzstr. 90, 13409 Berlin

(*In der AAP (Arbeitsgemeinschaft ambulante Pflege) sind nahezu vollständig alle gemeinnützigen und privaten Träger der Pflegedienste und Sozialstationen in Berlin zusammengeschlossen. Die Pflegedienste und Sozialstationen sichern im Auftrag der Krankenkassen die Versorgung der Versicherten mit den Leistungen der häuslichen Krankenpflege)

Kontakt Diakonisches Werk:
Christiane Lehmacher-Dubberke, Pressesprecherin, 030-82097-110

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